Regionalverband Mittelhessen

19.10.2013

ASB Rettungshundestaffel beim Trümmertraining in Ahrweiler

Am Samstag frühmorgens machten sich 9 Hundeführer und 10 Rettungs- hunde auf den Weg ins etwa 160 km entfernte Bad Neuenahr-Ahrweiler, um auf dem abwechslungsreichen Trümmergelände der Akademie für Krisen- management, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) ein Trümmertraining zu absolvieren.

Trümmertraining in Ahrweiler am 19.10.2013 © ASB RHS Mittelhessen

Dort  steht u.a. eine sogenannte Trümmer- straße zur Verfügung.  Die „zerstörten Gebäude“ bieten viele verschiedene Versteck- und „Verschüttmöglichkeiten“ und ein verwinkelter Bunker mit verschiedenen Ebenen sowie finstere Kriechgänge fordern Geschick- lichkeit in tiefer Dunkelheit, Nässe, Geröll und abgestandener Luft unter der Erde.  Hier konnten den ganzen Tag verschiedene Situationen, die z.B. bei einem Gebäude- einsturz entstehen können, simuliert werden.

Das Training auf Trümmern ist wichtig und unterscheidet sich vom Suchen in der freien Fläche (z.B. Wald). Die Einsatzfähigkeit des Rettungshundeteams für Trümmersuchen wird auch durch eine  gesonderte Prüfung überprüft. Diese Prüfung muss, wie die Flächenprüfung, alle 18 Monate wiederholt werden, so dass dafür regelmäßig auf wechselnden Geländen trainiert wird.

Mit den erfahrenen Hunden konnte geübt werden, unterschiedliche Stockwerke, verwinkelte, dunkle unterirdische Gänge und Tunnel selbstständig abzusuchen. Die Junghunde konnten trainieren, dass Personen unter Holzpaletten und Betonplatten, aber auch unter Geröll, in Röhren oder Kanalschächten liegen können. Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel war das Sichbewegen, Laufen und Ausbalancieren auf  den Trümmerhaufen für alle Hunde ein großer Spaß und eine wichtige Übung.

Spontan ergab sich auch noch eine kurze gemeinsame Übung mit dem THW, die dort auf Grund eines anderen Lehrgangs weilten. Unsere Hunde übernahmen den Part der biologischen Ortung: Suchen, Finden und Anzeigen der vermissten Personen, die anschließend durch das THW gerettet wurden.

Nach dem intensiven Training waren auf der Heimfahrt, am Ende des Tages, sowohl Hundeführer als auch Hunde rundherum zufrieden und hundemüde.