Im Rahmen der diesjährigen ordentlichen Hauptversammlung des Arbeiter-Samariter-Bundes Regionalverband Mittelhessen, welche in den Räumen des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach abgehalten wurde, standen auch die Ehrungen von einigen wohlverdienten Mitgliedern an.
Zunächst ehrte Rolf Pulst, Vorsitzender des Regionalverbandes, Irene Trebus, Gattin seines Vorsitzendenkollegen Helmut Trebus. Dieser hatte im Anschluss daran das Vergnügen, die aus dem ASB nicht wegzudenkenden Herren Werner Wirsching, Horst Mannhöfer und Bernd Glatzel für ebenfalls 40-jährige Zugehörigkeit zum größten Verein Offenbachs zu ehren.
Helmut und Irene Trebus haben sich 1971 im Dienst kennengelernt, 1975 geheiratet und zwei Kinder bekommen, welche ebenfalls treue Mitglieder geworden sind. Alle geehrten Mitglieder haben sich aktiv in den Bereichen Rettungsdienst, Katastrophenschutz, sowie im Sanitätsdienst unvergesslich gemacht. 500-700 Dienststunden im Jahr pro Person dürfen getrost als hochengagiert angesehen werden und stellen den Grundstock dessen dar, was der ASB heute ist.
So wusste Trebus auch eine aus heutiger Sicht witzige Begebenheit zu schildern: Samariter Glatzel und er versahen in den Siebziger Jahren gemeinsam Dienst und wurden prompt zu einem Notfall gerufen. Während der Versorgung des Patienten erlitt Glatzel aus heiterem Himmel eine Nierenkolik und wurde so selbst zum Patienten. Es blieb den beiden nichts Anderes übrig, als schnellstmöglich einen zweiten Rettungswagen anzufordern, der sich des ursprünglichen Patienten annehmen konnte. Glatzel wurde von seinem Kollegen über die Fahrzeuglehne hängend - eine andere Position war aufgrund der starken Schmerzen gar nicht mehr möglich - mit Blaulicht in das Offenbacher Stadtkrankenhaus transportiert, wo das erlösende Medikament bereits wartete.
Besucher des Mainuferfestes können bis heute noch Horst Mannhöfer und dessen Frau Frauke bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im Küchenzug des ASB treffen und von ihnen zubereitete Speisen genießen. Von den „alten Hasen“, so sind sich die jungen Leute im Verein einig, können sie nur profitieren. Gerade in einer Zeit, in der gute Vorbilder selten geworden sind, tut es gut, erfahrene und engagierte Menschen zu haben, auf die gezählt werden kann.
Für 25-jährige Vereinszugehörigkeit sollte der Offenbacher Berufsfeuerwehrmann Heinz-Jürgen Dietermann geehrt werden. Doch wie das Leben so spielt, kam es auf der Mitgliederversammlung nicht mehr dazu, da Dietermann zu einem Feuerwehreinsatz weggerufen wurde.
So wurde für ihn kurzerhand ein eigener Termin gefunden, bei welchem ihm Helmut Trebus die wohlverdiente Ehrung zusprach und sich mit einem kleinen Präsent bedankte.




