Regionalverband Mittelhessen

Rettungsdienst

Fortbildung im Rettungsdienst

Unter der Leitung von Dr. Richard Adler bildeten sich Anfang März 2004 die Rettungsassistenten, -sanitäter und -helfer des ASB Wetterau in einer internen Schulung fort. Auf dem 4-tägigen Lehrplan standen Herzerkrankungen und EKG-Interpretation, Megacode-Training, Hygiene, Gefahrgut und Ortskenntnisübungen. Diese Fortbildung ist ein Beispiel für die Qualitätssicherung im Rettungsdienst.

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Rettungsassistenten und -sanitäter sind nicht selten die ersten am Einsatzort. Die Geräte und Notfall-Koffer werden an definierten Orten um den reanimationspflichtigen Patienten abgestellt. © ASB/ Maik Schneider 2004

Da im Wetteraukreis das sogenannte Rendezvous-System praktiziert wird, bei dem Rettungswagen und der Notarzt getrennt zum Einsatzort fahren, sind die Rettungsassistenten und -sanitäter nicht selten die ersten am Notfallort. Um dann adäquat helfen zu können, werden die eingesetzten Helfer regelmäßig geschult. Diese Fortbildungen sind im Rahmen des Hessischen Rettungsdienstgesetzes inhaltlich genau definiert. Beim sogenannten Megacode-Training werden z.B. mit Hilfe einer computergesteuerten Übungspuppe zahlreiche Herz-Kreislauf-Notfallsituationen simuliert und überwacht. Ziel ist die Beherrschung einer standardisierten Reanimation.

Unter ärztlicher Anleitung wiederholten und übten die Teilnehmer dann auch erweiterte Maßnahmen im Rahmen der sogenannten Notkompetenz. Dies sind - eigentlich ärztliche - Behandlungsmaßnahmen, die nach den nichtärztlichen Basismaßnahmen unter bestimmten Umständen ergriffen werden dürfen und müssen, bis der Notarzt eintrifft. Die Überlebenschancen des Patienten können dadurch stark erhöht werden. Zu diesen Maßnahmen gehören u.a. die Frühdefibrillation bei schweren Herzrhythmusstörungen, die Intubation zur Beatmung und die Gabe von bestimmten Notfallmedikamenten. Jeweils in 2er-Gruppen standen diese praktischen Übungen während der vier Tage im Vordergrund. Die Kollegen und Dr. Adler beobachteten dabei genau jeden Handgriff und am Ende eines jeden Durchgangs wurden die durchgeführten Maßnahmen genau analysiert und diskutiert.