Regionalverband Mittelhessen

Medieninformion (37/Rettungshundestaffel) - 29.11.2013

Proben für den Ernstfall – Trümmertraining bei der Firma Poppe in Gießen

Die aktuellen Ereignisse in Riga zeigen, wie schnell es zu einem Trümmereinsatz kommen kann und gerade dann ist besonders schnelle Hilfe gefragt, um die Verschütteten zu retten. Aber nicht nur im Ausland auch in Deutschland kommt es immer wieder zu Gebäudeeinstürzen.

Proben für den Ernstfall - Trümmertraining bei der Firma Poppe in Gießen © ASB RHS Mittelhessen

Häufig Rettungshunde werden eingesetzt, um Verschüttete aus Trümmern zu retten. Deswegen sind regelmäßige Übungen der Rettungshundestaffeln in diesem Bereich unerlässlich. Das Training auf Trümmern kann nicht durch Suchen in der Fläche ersetzt werden, da es sich von den Suchen in der freien Fläche (z.B. Wald) komplett unterscheidet. Deshalb gibt es für die Trümmersuche eine gesonderte Prüfung, der sich die Einsatzteams des ASB alle 18 Monate stellen müssen.
Gut ausgerüstet mit Sicherheitsschuhen, Helm und Handschuhen machten sich die Hundeführer mit Ihren Hunden am Dienstagabend trotz klirrender Kälte auf die Suche nach den „Verschütteten“. Die aufgeschütteten Trümmer auf dem Gelände der ehemaligen Firma Poppe bieten viele verschiedene Versteckmöglichkeiten und so konnten unterschiedliche Situationen, die z.B. bei einem Gebäudeeinsturz entstehen können, simuliert werden. Mit den erfahrenen Hunden konnte geübt werden, Hohlräume abzusuchen und die Junghunde konnten trainieren, dass Personen auch unter Gegenständen, wie z.B. Holzpalletten oder unter Geröll liegen können. Des Weiteren konnten alle Hunde üben, sicher auf Trümmern zu laufen. Das Training im Dunkeln ist für die Hunde und die Hundeführer ebenfalls besonders wichtig, da viele Einsätze am Abend oder in der Nacht stattfinden.
„Der Abriss der Firma Poppe war für uns eine seltene Gelegenheit, um hier vor Ort ein Trümmertraining absolvieren zu können“, sagt Alexander Strombach, Leiter der Rettungshundestaffel des ASB Mittelhessen und bedankt sich bei der Firma Revikon, die dies seltene Training ermöglicht hat.

 
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